Hochsensibilität als Herausforderung

"Stell dich nicht so an..."

Schätzungen gehen davon aus, dass ca. 1/5 der Menschen zu den Hochsensiblen gehören. Hochsensible Menschen (HSP,
high sensitive person nach Elain Aron) sind aufgrund neurologischer Besonderheiten deutlich empfänglicher für äußere Reize.
Sie nehmen diese intensiver wahr und verarbeiten sie anders als „normal sensible“ Menschen. Es scheint, als fehle ein Filter für die Reizaufnahme und damit sind Hochsensible häufig einer Reizüberflutung ausgesetzt.  Dann fällt es manchmal schwer, in bestimmten Situationen handlungsfähig zu bleiben.

Hochsensibilität als Herausforderung

In der Hochsensibilität stecken einerseits wunderbare Fähigkeiten und Gaben, andererseits stehen Hochsensible im Privatleben und im Beruf oft vor besonderen Herausforderungen. Die unausweichlichen Reize, die ständig auf sie einströmen führen dazu, dass Hochsensible insgesamt stressanfälliger sind und oft mit psychischen oder körperlichen Symptomen reagieren. Sie fühlen sich schnell überfordert und sind wortwörtlich schneller gereizt. Vielen hochsensiblen Personen fällt es schwer, sich abzugrenzen und oftmals führt ein übersteigerter Anspruch an die eigene Arbeitsqualität zu einem Mangel an Prioritätensetzung und Überforderung.

Sie spüren Stimmungen anderer Menschen sehr stark und verlieren dadurch häufig den Kontakt zu sich selbst.

Dies hat zur Folge, dass viele Hochsensible mit sich und ihrer Umwelt hadern oder sogar darunter leiden.

Aber sobald die eigenen Grenzen respektiert und umgesetzt werden, kann die Hochsensibilität als ein zutiefst menschlicher Wesenszug gesehen werden und sich als eine große Quelle von innerem Reichtum, von Kreativität und von Empathie entfalten.

Dann lebt der hochsensible Mensch seine innere Lebendigkeit.

 

Besonders musisch-künstlerische und psychologisch-erzieherische Berufsfelder sind offenbar stark geeignet für hochsensible Menschen. Aber auch helfende Berufe im medizinisch-pflegerischen Bereich, naturwissenschaftliche Berufe, sowie mit Bewegung und Natur zusammenhängende Berufe werden häufig als geeignet erlebt.

Hochsensible Menschen erleben intensivere Träume in der Nacht und neigen auch stärker zum Tagträumen.
HSP sind besonders Alptraum gefährdet, wenn sie ihre Hochsensibilität nicht ausreichend als Ressource nutzen. Umgekehrt können positive Umweltbedingungen zu besonders erlebnisreichen, positiven Träumen und Tagträumen führen.

Testen Sie selbst - Sind Sie hochsensibel?

Viele Betroffene wissen i.d.R. nichts von Ihrer Begabung/Ihren Fähigkeiten. Zumeist nehmen sie die Hochsensibilität nicht als Herausforderung, sondern mehr als Last wahr. Der folgende HSP-Test  ermöglicht Ihnen die Beantwortung der folgenden Fragen:

  1. Bin ich hochsensibel?
  2. Nutze ich meine Hochsensibilität konstruktiv oder leide ich unter ihr?
  3. Was kann ich tun, um die Vorteile von Hochsensibilität stärker zur Geltung zu bringen?

Unterstützung durch passende Lektüre

Das Lesen von passender Lektüre löst u.Ust. ein tiefes Gefühl des Wiedererkennens und des Verstandenseins aus.

Empfehlenswerte Bücher:

  • "Zart besaitet" (Georg Parlow), Standardwerk
  • "Wenn die Haut zu dünn ist - Hochsensibilität vom Manko zum Plus" (Rolf Sellin)
  • "Hochsensible Menschen in der Psychotherapie" (Elaine Aron)
  • "Mein Kind ist hochsensibel - was tun" (Rolf Sellin), sie verstehen, stärken und fördern         

Hilfreiche Internetseiten:    

  • www.zartbesaitet.net
  • www.hochsensiblepersonen.com (incl. Anbieterverzeichnis)
  • www.hsp-institut.de
  • www.hochsensible.eu (Dr. Guido F. Gebauer, Gleichklang.de)
  • www.mit-kindern-wachsen.de (Veranstaltungen von Katharina Martin und Marie Martin, Freiburg)

Unterstützung durch meine Heilarbeit

Weitere Unterstützungsmöglichkeiten für den eigenen Alltag

  1. Körperliche Entspannung (Yoga, Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation)
  2. Aufenthalt in der Natur (Spaziergänge)
  3. Gute (tiefsinnige) Gespräche mit Gleichgesinnten
  4. Meditationen (sich regelmäßig Selbstliebe schenken) u.a. Formen der Achtsamkeitspraxis
  5. Stille
  6. Selbsterfahrung
  7. Fühlen mit allen Sinnen und damit bei sich selbst präsent sein
  8. Dankbarkeit für die Geschenke des Lebens
  9. Wertschätzung schenken
  10. Kreativität
  11. Etablierung eines förderlichen beruflichen Umfeldes
  12. Bewusstwerden über eigene Lebensziele
  13. Abgrenzung üben